Sonntag, 11. September 2016

Experiment „Zuckerfrei“ - Rückblick

Es ist nun ca. 8 Wochen her, seit ich das Experiment „zuckerfrei“ gestartet habe. Naja, richtig gestartet habe ich erst ab August.
Die ersten 2 Wochen waren eher so „wischi-waschi“. Man musste sich mit dieser Umstellung erst zurechtfinden. 

Es ist nämlich echt nicht so einfach komplett auf Zucker zu verzichten. Das Zeug ist ja verdammt noch mal echt fast überall drin! Selbst in vegetarischen Brotaufstrichen findet sich Apfeldicksaft oder ähnliches. 
Das Einkaufen hat erheblich länger gedauert als sonst, weil ich nur noch am Lesen von Verpackungsinhalten war. Schon irgendwie nervig. 
Aber auch gut, denn so wird einem wirklich mal bewußt, wo überall Zucker drin ist. Eben auch in den biologischeren Lebensmitteln. 

Zudem kam in der Anfangszeit auch noch das Problem der Kopfschmerzen dazu. Entzugserscheinungen eben.
Doch diese haben dann bald nachgelassen. Und auch das Hunger- oder Appetitgefühl zwischendurch hat deutlich nachgelassen.

Und wenn man doch mal Schnucklust bekommen hat, dann gab es eben mal einen selbst gemachten Kakao aus richtigem Kakaopulver und ggf. noch mit ein paar Gewürzen wie Zimt und Kardamom.
Oder eine kleine Praline nach einem Rezept aus dem Buch „Goodbye Zucker“ von Sarah Wilson - aus Kokosöl, Kakaopulver und einer kleinen Himbeere.
Ok, Obst ist je genau genommen auch nicht erlaubt weil ja Fructose,
aber so eine kleine Himbeere fällt da doch nicht ins Gewicht! 
Zumal man von diesen Pralinchen eh nur eine essen kann - 
dann *blubb* weil halt sehr fettig.

Was ich während der zuckerfreien Zeit festgestellt habe ist, dass
man bei einem deftigen Frühstück wirklich den Großteil des Tages nicht mehr wirklich hungrig ist.
Sofern es die Zeit und Lust zugelassen hat, gab es manchmal bei mir am Morgen schon eine deftige Gemüsepfanne oder Rührei mit Gemüse und Bacon. 
Oder Ei & Bacon-Muffins mit Fetakäse.
Auch ein Rezept aus dem „Goodbye Zucker“-Buch. 
Sehr lecker. Mal eine andere Spiegelei-Variante!
Auch sehr köstlich sind die Hackfleischmuffins mit Ei und Gemüse
(leider ohne Foto). Die kann man auch prima mitnehmen zur Arbeit.

Einen Haken gibt´s aber an diesen „Deftig-Muffins“:
sie sauen die Muffinformen trotz einfetten und/oder Papiereinsatz ziemlich ein und man hat hinterher eine ziemliche Schrubberei. 
Bei den beschichteten Formen nicht unbedingt so optimal.
Vielleicht würden sich in diesem Fall eher Silikonförmchen eignen?

 Wenn es am Morgen etwas schneller gehen muss oder ich nach dem Aufstehen keine Lust habe schon zu kochen, dann gibt´s z.B. Porridge (Haferbrei). 
Etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit etwas Reissirup,
der erlaubt ist, war das Ganze ok. 
Gibt´s auch jetzt nach der der komplett zuckerfreien Zeit weiterhin.

Was das sonstige Essen bzw. Kochen betrifft, so war es eigentlich kein Problem, wenn man frisch gekocht hat.
Da kann man schließlich selber entscheiden, was ins Essen kommt. 

So habe ich tatsächlich 4 Wochen ohne Zucker durchgehalten.
Ok, es gab ein paar ganz wenige Momente, wo ich schwach geworden bin:
auf dem Markt, wenn man an diesen leckeren Himbeer- und Heidelbeerschälchen vorbei geht. Da konnte ich 2x nicht widerstehen.
So ganz ohne Obst finde ich schon ziemlich hart!

Ansonsten kann ich wohl nur sagen, dass es eine Erfahrung war,
die mir auch sehr gut getan hat.
Zwar werde ich dauerhaft nicht komplett auf Zucker verzichten,
aber ich versuche weiterhin den Zuckerkonsum
auf ein absolutes Minimum reduziert zu lassen. 
Das tut schließlich auch meiner Histaminintoleranz gut!

Aber ab und an mal ein Eis oder ein Stück Kuchen...das darf sein!

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