Mittwoch, 31. August 2016

Kleine Auszeit

In der letzten Zeit ist das mit den Freizeitaktivitäten und kleinen Auszeiten definitiv zu kurz gekommen. Leider.

Deswegen habe ich mir diese Woche gesagt, wenn ich schon in der Praxis frei habe, dann nutze ich das aus und mache mal wieder einen schönen Ausflug in die Natur. 

Sehr zeitig am Morgen habe ich mich auf den Weg gemacht.
 Denn der Morgen ist schließlich die schönste Zeit am Tag!
Wenn draußen alles noch frisch und ruhig ist und (hoffentlich) nur wenige Menschen unterwegs sind. 

Mein Ziel war Bad Buchau. 
Genau gesagt der Wackelwald und der Federsee.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten den Wackelwald zu finden,
bin ich schließlich bei herrlich frischer, klarer Morgenluft angekommen.
Etwas kleiner als erwartet ist dieser Wald, aber dennoch sehr schön.
Und mit dem Wackelboden echt spaßig! 
Wenn man leicht hüpft, schwingt der Boden mit und man fühlt sich wie auf einem Pudding. Und die Bäume um einen herum beginnen zu wackeln. 

Warum das so ist?
Früher erstreckte sich bis hierher noch der Federsee. Im Laufe der Zeit ist durch verrottende Pflanzen und Kalk eine sogenannte Mudde-Schicht entstanden, die immer dicker wurde. Der Pflanzenbewuchs wurde immer mehr und das Wasser immer weniger. Auf der Mudde-Schicht bildete sich Torf, durchzogen vom Wurzelwerk der Pflanzen. Diese Schicht ist nur ca. 30cm dick. Darunter sind die puddingartigen Ablagerungen. Und deswegen wackelt der Wald.

Ich war übrigens mit meinen neuen, tollen, super-bequemen Barfuss-Schuhen von leguano© unterwegs.
Ich sage euch, ein herrliches Laufgefühl!
Auch wenn man auf wassergesättigtem Waldboden etwas nasse Füße bekommt.
Aber trocknet ja wieder!

Total beeindruckend fand ich ja den 1,2km langen Holzsteg zum Federsee.
Das wollte echt kein Ende nehmen. 
Der Steg verlief quer durch ein riesiges Schilfmeer. 
Wunderschön! Man kam sich vor wie im Urlaub!
Und bestimmt heißt der Federsee Federsee, weil man eben über den Steg durch einen "See von Federn“ muss. Die Schilfspitzen sehen nämlich alle aus wie Federn!

Auf dem Steg hat es rechts und links ganz viele Sitznieschen.
Ich fand diese Plätze so herrlich, dass ich es mir auf einer der Bänke stundenlang gemütlich gemacht habe. Füße hochlegen, Buch lesen oder einfach nur dem Rauschen des sich im Winde bewegenden Schilfmeeres lauschen. 
Ja, so läßt es sich aushalten!
Die Menschen, die Richtung Mittag dann doch etwas mehr wurden, 
habe ich versucht einfach zu ignorieren.

Zum Abschluss des kleinen Ausflugs gab es in Bad Buchau
 noch ein leckeres Eis mit Erdbeeren.
Ok, eigentlich ist bei mir ja nach wie vor „zuckerfrei“ angesagt (da fällt mir ein, ich hab euch davon ja gar nicht weiter berichtet...das werde ich dann wohl mal demnächst machen), aber für diesen einen Tag habe ich da eine Ausnahme gemacht!

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