Montag, 25. Juli 2016

Urlaubserinnerung - Toskana

Die heutige Urlaubserinnerung führt mich und euch in die Toskana.

Anfang 2008 habe ich mich mit den Reiseüberlegungen für das anstehende Jahr befasst. Da ich nicht so wirklich einen Plan hatte, hockte ich mich also vor den PC und fing an einfach mal ein bisschen zu stöbern.

Irgendwie bin ich dann auf die Toskana gestoßen. 
Genauer gesagt auf eine kleine Ferienwohnung irgendwo mitten in der Toskana, 
in die ich mich einfach auf der Stelle verliebt hatte!
Da sollte der Urlaub hingehen. Unbedingt! 
Nun musste nur noch der Liebste davon überzeugt werden,
was aber relativ einfach war. 

So haben wir online für 2 Wochen diese bezaubernde, kleine Ferienwohnung in dem kleinen, toskanischen Örtchen mit dem lustigen Namen Poppi“ gebucht.


Für Juni. Denn laut Reiseführer soll dies der regenärmste Monat in der Toskana sein. Wir wurden allerdings vom Gegenteil überzeugt.

Mit dem Auto ging es auf Schleichfahrt durch die Schweiz Richtung Italien. 

Vorbei an Mailand und Bologna, dann irgendwann rechts ab in das bergige, waldreiche Casentino-Gebiet. 
Berge hoch und runter, über schmale kurvige Sträßchen bis wir nach einer gefühlten Ewigkeit endlich das auf einem Hügel liegende, mittelalterliche Örtchen Poppi erreichten.
Der Eingang zu unserer kleine Ferienwohnung lag sehr idyllisch direkt in einer der überdachten Arkaden. 
Das kleine 1-Zimmer-Appartement war wie auf den Prospektbildern total knuffelig. 
Wenn auch ein klein bisschen muffelig. Aber dem Geruch sind wir gleich mal mit Räucherstäbchen zu Leibe gerückt.
Einfach herrlich war die Terrasse mit dem Garten. 
Wenn auch um einiges verwildeter als auf den Internetfotos.
Aber ich bin ja eh kein Fan von geschniegelten Gärten. 
Wir freuten uns schon riesig auf die Zeit auf der Terrasse:
am Morgen herrlich in der Sonne frühstücken
und am Abend gemütlich grillen und den Tag ausklingen lassen.

Nun ja. Am Morgen konnten wir tatsächlich noch draußen das Frühstück genießen. Aber meist fing es dann bereits schon mit Tröpfeln an und wir mussten schnell alles in Sicherheit bringen, bevor es richtig losging.
Abends hat uns das Wetter leider - bis auf ein Mal - komplett einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir haben es uns dann aber drinnen gemütlich gemacht oder haben den Abend in der wundervollen, kleinen Osteria im Örtchen bei sehr leckerem Essen verbracht. 

Tagsüber standen natürlich viele Ausflüge auf dem Plan - bei meist sehr wechselhaften Wetter. Nur 2 Tage war es richtig sonnig.

Über die Ausflüge jetzt hier ausführlicher zu berichten, 
würde sicher die Größe des Posts sprengen und garantiert auch eure Aufmerksamkeit.  
Daher gibt´s von unseren Ausflügen für euch mehr Bilder als Text!


Kloster La Verna
gelegen in der waldig-bergigen Umgebung von Poppi
Cortona,
ein hübsches, mittelalterliches Städtchen mit vielen Handwerksbetrieben
Montepulciano,
ein gemütliches Weinstädtchen, welches vom Namen sicher bekannt sein dürfte

Siena,
mit der bekannten Piazza del Campo und dem wundervollen Dom Santa Maria 
Arezzo,
eine schöne Stadt mit jahrhundertealter Kunsthandwerkstradition
Florenz,
die toskanische Metropole mit u.a. dem Dom Santa Maria del Fiore (rechts), der Ponte Veccio (u.links), der Piazza della Signoria mit dem Palazzo Veccio (o.links) und Neptunbrunnen (oben Mitte)
Unten in der Mitte mal wieder Regen...
San Gimignano,
das wunderschöne „Manhatten der Toskana“ mit den mittelalterlichen Wohntürmen
 Volterra,
hoch auf einem steilen Hang gelegen, ist das Städtchen ein Zentrum für die Alabasterverarbeitung. 
Hätte ich damals schon die Bis(s)-Vampirreihe gelesen, wäre ich sicher mit anderer Aufmerksamkeit durch die Stadt geschlendert. Vielleicht hätte sich mir ja der ein oder andere Volturi gezeigt?
Naja, tagsüber bei Sonnenschein wohl eher nicht ;o).
Montefioralle,
ein zauberhaftes, verschlafenes, toskanisches Dörfchen, mit weniger als 100 Einwohnern, gelegen an der Chiantigiana, einer Regionalstraße durch das Chiantigebiet
Und natürlich darf ein Bummel durch „unser“ Städtchen Poppi nicht fehlen!
Tja, ihr Lieben, das war´s!

Ich muss sagen, trotz des etwas unbeständigen Wetters, war der Urlaub in der Toskana wundervoll! Und ich möchte unbedingt irgendwann noch einmal in diese schöne Gegend reisen.

Allerdings würde ich mich dann für eine etwas zentralere Unterkunft entscheiden. Die Lage von Poppi in dem bergigen Casentino ist zwar wunderschön, aber nicht ideal als Ausgangspunkt für Ausflüge, da man durch die eher schlechte Verkehrsanbindung lange Anfahrtswege hat.


Freitag, 15. Juli 2016

Experiment „zuckerfrei“ - erste Überlegungen

Vor Kurzem bin ich über einen Blogpost von Pech & Schwefel gestolpert, bei dem es um den Versuch geht, sich zuckerfrei zu ernähren. Das fand ich unglaublich spannend und habe mir auch gleich das Buch „Goodbye Zucker - zuckerfrei glücklich in 8 Wochen" von Sarah Wilson gekauft.
Wir wissen ja eigentlich alle, dass Zucker unserem Körper nicht gut tut. 
Aber wir sind unglaublich gut darin, dies zu ignorieren. 
Vielleicht auch deshalb, weil der Zucker uns schon völlig im Griff hat und wir gar nicht mehr ohne ihn sein können. Schließlich ist das Zeug ja fast überall drin - selbst da, wo man es gar nicht vermutet. 

Mich hat der Zucker sicher schon längst im Griff.
Denn ich bin eine ziemliche Naschkatze, deren Herz bei dem Anblick von Schoki, Keksen und Kuchen Luftsprünge macht. Und meist kann ich zu solch Leckereien auch nicht „nein“ sagen. Leider. Denn eigentlich will ich schon lange die unnötigen Kilos runterbekommen (bis jetzt leider erfolglos), die mir eine Schilddrüsenerkrankung (Hashimoto) vor einigen Jahren eingebracht hat. 
Zusätzlich wurde bei mir vor einigen Jahren eine Histaminintoleranz (eine Stoffwechselerkrankung) festgestellt, die mir immer wieder mal Probleme macht.

Da kann es sich bestimmt nur positiv auf die Gesundheit auswirken,
wenn man auf Zucker verzichtet. 

Deswegen will ich das mal ausprobieren!
Keine Ahnung, ob ich es hinbekomme und ob ich genug Durchhaltevermögen haben werde, denn es wird sicher kein Zuckerschlecken (hahahaha!) werden. 
Aber einen Versuch ist es wert!

Jetzt heißt es erst einmal die vorhandenen Lebensmittel (aus)zu sortieren und sich einen gewissen „guten“ Grundvorrat an Lebensmitteln anzuschaffen, dann kann ich durchstarten. Mit voller Elan. Fragt sich nur wie lange!

Ich werde euch auf alle Fälle auf dem Laufenden halten!

Mittwoch, 6. Juli 2016

Urlaubserinnerung - Malta

Nachdem ich ja mit meinem binen-werk-Lädchen ordentlich beschäftigt bin 
und es da auch einiges an Investitionen gegeben hat, 
fällt dieses Jahr auf alle Fälle eine Urlaubsreise flach.

Was ich aber nicht als tragisch empfinde, 
da ich ja schon so einiges in der Weltgeschichte umhergereist bin.

Deswegen habe ich mir gedacht, ich erinnere mich mal wieder an die schönen Reisen, die ich bisher so gemacht habe (macht man eigentlich eh viel zu selten)
und lasse euch daran teilhaben. 

Der erste Urlaubserinnerung führt mich und euch nun nach Malta.

Im Juni 2005 (meine Güte, das ist ja schon wieder ewig her!)
habe ich eine einwöchige Kulturreise auf die schöne Insel Malta gemacht. 
Auf den Spuren der Steinzeit und der Kreuzritter.

Meinen „Wohnsitz“ und Ausgangspunkt für die Erkundungstouren hatte ich dem hübschen Maritim-Hotel im Altstadtherzen von Mellieha.
Gelegen hoch über der gleichnamigen Mellieha Bay.
Am nördlichen Zipfel der Insel.
Auf dem Dach des Hotels gab es einen schönen Pool mit einem herrlichen Ausblick über die Dächer von Mellieha -
den ich jeden Tag in den Morgenstunden ganz für mich alleine hatte!
Hach, war das herrlich!
Gleich gegenüber vom Hotel gelegen und in Sichtweite von meinem Hotelbalkon die hübsche Pfarrkirche von Mellieha.
Wie auf Malta üblich, hat auch diese Pfarrkirche 2 Uhren mit unterschiedlichen Zeiten. Der Aberglaube besagt, dass dies den Teufel verwirrt und er so nicht zur Messe kommen kann, weil er ja nicht weiß, wie spät es ist!

Zu einem meiner ersten Ausflüge gehörte das sogenante „Popeye-Village“.
Eine kunterbunte Filmkulisse für einen Popeye-Film.
Da wollte ich natürlich unbedingt hin - zumal es auch nicht allzu weit von Mellieha entfernt liegt. Zu Fuß dann aber doch ein ganzes Stück. Normalerweise wäre dort zwar auch eine Buslinie vorbei gefahren, aber diese Linie fuhr natürlich nicht an dem Tag, als ich hin wollte. Irgendein maltesischer Feiertag.
So bin ich auf eine andere Buslinie ausgewichen und der Busfahrer hat mich irgendwo in der Pampa, wohl halbwegs in der Nähe von meinem Ziel, 
aussteigen lassen mit dem Kommentar „Jetzt muss man da einfach nur geradeaus gehen, dann ist man schon da“. 
Tja, dann ging es für mich in Sandalen weiter über Stock und Stein (und das meine ich wort-wörtlich!) durch die karge Einöde.
In manchen Momenten stellte ich mir die Frage, ob das hier wirklich der richtige „Weg“ sein soll.  
Aber dann irgendwann tauchten die ersten bunten Häuschen hinter einer Klippe auf. Das war wie eine Oase in der Wüste!
Ich hatte es geschafft. 
Unglaublich idyllisch in einer Bucht gelegen - das Popeye-Village!
Ich kam mir vor wie in einer anderen Welt. 
Alles bunt und schief und krumm. Ein bisschen wie bei Pipi Langstrumpf.
Zurück ging es dann komplett zu Fuß.
Mit Zwischenstop an der Mellieha-Bay zum Erholen der geschundenen Füße.
Ein Ausflug in die Hauptstadt Valetta mit ihren Festungsanlagen und dem großen Hafen darf bei einer Maltareise natürlich nicht fehlen.

Sie gehört nicht unbedingt zu meinen Favoriten auf Malta,  
aber dennoch war es ein interessanter Ausflug mit viel Geschichtlichem -
was ich euch (und mir) jetzt aber erspare.
Lieber gibt´s ein paar Bildchen:
Ach ja, was mich in Valetta sehr beeindruckt hat, ist der Boden in der St.John´s-Co-Cathedral. Er besteht aus hunderten von Grabplatten mit wundervollen Marmoreinlegearbeiten. 
Unter ihnen wurden die Ordensritter beigesetzt. 
Sehr viel schöner als Valetta fand ich die Stadt Mdina, die zusammen mit der Nachbarstadt Rabat, den bronzezeitlichen Karrenspuren und den Dingli Cliffs zu einem weiteren Tagesausflug gehörten. 

Mdina liegt im Westen der Insel auf einem Felsplateau - umgeben von dicken Festungsmauern. Da hier so gut wie keine Autos fahren wird die Stadt auch „die stille Stadt“ genannt. Wobei „still" wohl etwas anderes ist, wenn man an all die Touristen denkt, die dort täglich ihre Runden drehen.

Trotzdem hat dieses Städtchen ein wundervolles Flair mit all den kleinen, verwinkelten Gässchen, in denen es immer irgendwo irgendwas zu entdecken gibt. Man fühlt sich sich zurückversetzt in eine längst vergangene Zeit. 
Ein weiterer, wirklich lohnenswerter Ausflug ist auf die kleine Nachbarinsel Gozo. Von der nördlichen Spitze Maltas (Marfa Point) ging es mit der Fähre in den Hafen von Mgarr auf Gozo (Foto).
Das erste Ziel des Gozo-Ausflugs war der „Ggantija Temple“.
Vor ca. 5.000 Jahren wurde dieser Steintempel mit gigantischen Steinen erbaut zur Verehrung der großen Mutter und Fruchtbarkeitsgöttin. 
Weiter ging es zur Ramla Bay. 
Hier besagt die Legende, dass in einer Grotte oberhalb der Ramla Bay 
Odysseus von seiner geliebten Calypso sieben Jahre lang gefangen gehalten wurde. 

Ganz toll fand ich, dass ich Kapern mal so wild habe wachsen sehen. 
Sonst begegnen die einem ja immer nur im Essen!
Die nächste Station war die gozitanische Haupstadt Victoria, 
die mir unglaublich gut gefallen hat. 
Und wo es in einem wunderhübschen, kleinen Restaurant ein ganz leckeres, landestypisches Mittagessen mit Ziegenkäse, Kapern und anderen Leckereien gab.
Letzte Station auf Gozo waren die Höhlen, Grotten und 
das „Azure Window“ an der Westküste.
Zurück auf Malta darf natürlich ein Besuch der über 5.000 Jahre alten Tempelanlage „Hagar Qim“ mit den mächtigen Megaliten, die bis zu 6,5m hoch sind, nicht fehlen. Diese Tempelanlage empfand ich deutlich beeindruckender als die auf Gozo. 
Dann gab es noch eine Bootsfahrt zur Blauen Grotte
und einen Abstecher ins idyllische Städtchen Marsaxlokk
mit den vielen bunten Luzzu-Fischerbooten.
Sie sind am Bug mit den Augen des Osiris (ägyptischer Totengott) verziert und sollen die Fischer vor Gefahren schützen. 
Ganz wundervoll ist auch ein Besuch des kleinen, malerischen Städtchens Vittoriosa. Bei einem Spaziergang durch die kleinen, 
verwinkelten Gässchen, in denen es an allen Ecken herrlich grünt und blüht,
wird man ganz verzaubert.
Zwischen Malta und Gozo befindet sich noch eine dritte Insel. 
Naja, ein Inselchen. Mit dem Namen „Comino“.
Hier wohnen nur wenige Menschen und im Sommer ist das Eiland überwiegend von Touristen bevölkert, die u.a. in der „Blauen Lagune“ baden wollen.

 Selbstverständlich musste ich mir auch ein Bild von der kleinen Insel machen. 
Es war ein netter Ausflug, aber meiner Meinung nach nichts, was man bei einem Maltaurlaub unbedingt gemacht haben muss. 
Den letzten Tag habe ich mit einer Bootsfahrt um die Insel Malta herum ausklingen lassen. Man konnte sich einige Stunden die frische Meeresluft um die Ohren pusten lassen und die Steinküsten und Buchten von Malta bewundern. 
Ein nicht so übermäßig spannendes Unterfangen, aber durchaus erholsam - sofern der Wind einem nicht die Abgaswolken des Dampfers in die Nase weht. 

Zusammenfassend muss ich sagen, dass mir die Maltareise sehr gut gefallen hat und ich kann mir durchaus vorstellen, ein weiteres Mal dorthin zu reisen. 

Es gehört jetzt sicher nicht zu einem Ziel, wenn man einen reinen Badeurlaub machen möchte, aber das ist ja sowieso nicht mein Ding.