Donnerstag, 18. Juni 2015

Urlaub mit Hindernissen - Teil 1

Letzte Woche war es soweit: eine Woche Urlaub auf der Kanalinsel Guernsey!
Vor 2 Jahren waren wir bereits dort und es hat uns so gut gefallen, dass wir nun ein weiteres Mal dort Urlaub machen wollten.
Unser geplantes Urlaubsziel auf Guernsey...

So sind wir Freitagvormittag mit dem Auto Richtung St. Malo (Frankreich) aufgebrochen, von wo am nächsten Tag die Fähre nach Guernsey startete. 
Doch bis dahin lagen vor uns noch 1100km durch Deutschland und Frankreich.
Bei einer maximalen Geschwindigkeit von 130 km/h auf Frankreichs Autobahnen eine ziemlich lange und zähe Angelegenheit.

Alles lief soweit gut - bis kurz vor Paris.
Wir vernahmen beim Fahren auf der Autobahn plötzlich seltsame Geräusche von außen und ein eigenartiges Vibrieren des Autos. Dann blinkte auf dem Bordcomputer auch schon die Nachricht
 "Reifendruckverlust rechts vorne".

Also, rechts auf den Standstreifen, die hübschen, orangenen Warnwesten anlegen und die Reifenlage checken.

Kaum draußen, hörten wir auch schon ein Zischen aus der Richtung des Reifens. Na super! Wir hatten einen Platten. Da kam Freude auf!

Glücklicherweise handelt es sich um Reifen mit "Runflat".

D.h. man kann auch mit einem platten Reifen noch einige Kilometer fahren - wenn auch nur mit maximal 80km/h. So konnten wir von der Autobahn runter. Der Service von BMW hat uns dann nach Pannenmeldung zu dem nächst gelegenen BMW-Händler mit Deutschkenntnissen gelotst.
Unser mangelhaftes Schulfranzösisch ist für solche Zwecke leider nicht geeignet!

Da aber Freitagabend war, war das Autohaus natürlich schon geschlossen.


Das hieß für uns irgendwo dort in der Nähe zu nächtigen und am Samstagmorgen gleich Kontakt mit BMW aufzunehmen. Der BMW-Service Deutschland hat außerdem versucht über einen Korrespondenten herauszubekommen, wo es in Paris passende Reifen gibt. Denn zu aller Freude hat das Auto auch noch besonders große Reifen, die sich nicht im normalen Lagerbestand einer Werkstatt befinden.


Wir sind dann in einem unhübschen Hotel in einen sehr unattraktiven Vorort von Paris gelandet.

Von außen sah das Hotel ja gar nicht so schlecht aus. Es warb auch mit "klimatisiert" und "renoviert".
Aber die Renovierung schien schon ein Jahrzehnt zurück zuliegen.
Und von klimatisiert war auch nicht viel zu spüren.
Naja, war ja nur für eine Nacht. Zu essen gab es auch nichts mehr. Auch in der Gegend um das Hotel gab es nichts. Glücklicherweise hatten wir noch ein bissl Proviant von der Fahrt.

Dann mussten wir noch unsere Reservierung für die Fähre nach Guernsey verschieben, die ja für Samstag 12h geplant war.

Wir waren zuversichtlich und haben das Ganze auf Sonntag verschoben.
Auch unserer lieben Apartement-Vermieterin haben wir unsere Verspätung per Mail mitgeteilt.
Dann sind wir optimistisch und hundemüde ins Bett gefallen.
Leider mussten wir in den nächsten 24 Stunden feststellen, dass der Optimismus wie die Luft im platten Reifen immer weniger wurde...

Fortsetzung folgt!


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